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Einmal dick –  immer dick?

Das war der provokante Titel von Prof. Ardelt-Gattinger von der Universität Salzburg am 30. Ernährungskongress „Adipositas und Ernährung“ 2013. Sie berichtete darin über eine Studie, die ein hohes Maß an „Suchtaspekten“ übermäßigen Essens bei Erwachsenen und Kindern (!) nahelegt und fordert:
  1. Ein besseres Verständnis für Menschen in unserer Gesellschaft, die im Zusammenhang mit Essen nicht „trocken“ sein können.
  2. Eine Wende in der professionellen Beratung und Kommunikation, weg von der gedanklichen Kontrolle auf das „Nicht-Essen“ hin zu einer „salutogenen (d.h. gesundheitsfördernden) Steuerung des Essverhaltens und Bewegungsverhaltens“. Darunter versteht sie die Konzentration auf die Dinge, die gesund sind und die man gerne isst/tut.
  3. Gesundheitsförderungskampagnen, die nicht nur die Zielgruppe der Adipösen erfassen, sondern gesamtgesellschaftliche Änderungen erreichen.
Ein solcher gesamtgesellschaftlicher Ansatz im Hinblick auf Bewegungsfreundlichkeit ist der Nationale Aktionsplan Bewegung (NAP.b), der im Frühjahr 2013 präsentiert wurde. Darin werden in sechs Bereichen (1. Sport, 2. Bildung, 3. Gesundheitswesen, 4. Raumordnung/Umwelt/Verkehr und Objektplanung, 5. Arbeitswelt und 6. Ältere Menschen) Ziele und in einzelnen Bereichen auch bereits Maßnahmen formuliert. Das Ziel: Die Rahmenbedingungen für Bewegung zu verbessern, damit sich mehr Menschen im Sinne der Österreichischen Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung bewegen.
 
Ein solcher breiter gesellschaftlicher Ansatz sollte auch einen wichtigen Baustein zur Prävention von Adipositas im Kindes- und Jugendalter beitragen.
 
Angesichts der Tatsache, dass 85 % der übergewichtigen 12-Jährigen auch im Erwachsenenalter übergewichtig bleiben, scheint die Förderung körperlicher Aktivität schon im Kindesalter vordringlich.
 
Ist doch bei Mädchen zu 91 % und bei Burschen zu 70 % das Übergewicht der 9-Jährigen schon im 5. Lebensjahr vorhanden! Die Sport- und Bewegungswissenschaftlerin Susanne Ring--Dimitriou der Universität Salzburg verweist in diesem Zusammenhang auf die Empfehlung, dass Kinder und Jugendliche mindestens 60 Minuten täglich Bewegung mittlerer bis höherer Intensität machen sollten und betont – wie auch Ardelt-Gattinger – die Notwendigkeit, dass die Bewegungsangebote Spaß machen müssen. Nur dann kann sich dauerhaft ein aktiver Lebensstil etablieren.

Hier setzt „Fit für Österreich“, eine Initiative des Sportministeriums, der Bundes-Sportorganisation und der Sport-Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION an. Zum einen bringen sie Bewegungs-Know-how in Projekte ein, zum anderen bieten Sportvereine eine breite Palette gesundheitsorientierter Bewegungsangebote.
 
Mit dem „Fit für Österreich“-Qualitätssiegel ausgezeichnete Programme sind praxisnahe und fördern einen freudvollen Zugang zu Bewegung. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.fitfueroesterreich.at.
 

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