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AKH Wien - Kooperation mit Weight Watchers Österreich

 

Gewichtsreduktion vor und nach Herztransplantation und bei VAD (Kunstherz) Patienten
Insbesondere in den letzten Jahrzehnten ist der Anteil an Übergewicht vor allem in den Industriestaaten signifikant angestiegen. Dieser Anstieg betrifft nicht nur die „Normalbevölkerung” sondern auch Patienten mit Herzschwäche, die entweder mit einer Herztransplantation oder mit einem VAD (Ventricular assist device, = „Kunstherz”, „Herzpumpe”) behandelt werden. Übergewicht kann dabei sowohl präoperativ wie auch postoperativ zu erheblichen Problemen führen. Die ISHLT (International Society for Heart and Lung Transplantation) erachtet Adipositas daher sogar als relative Kontraindikation für eine Herztransplantation.
 
Die erste Problematik bei 
übergewichtigen Patienten
 
... beginnt bereits damit, ein geeignetes Spenderorgan zu finden: Insbesondere bei der Herztransplantation müssen Spender und Empfänger in einem ähnlichen Größen- und Gewichtsbereich liegen. Das heißt, große, schwere Patienten benötigen auch Organe von großen, schweren Organspendern, damit diese den Körper, bzw. die Endorgane des Empfängers auch ausreichend mit Blut versorgen können. Damit schränken sich die möglichen Organspender für einen übergewichtigen Patienten empfindlich ein. Im Allgemeinen scheiden Patienten mit einem BMI (Body Mass Index = Körpergewicht (kg)/Körpergröße (m)2 )über 30 für eine Herztransplantation aus. Abgesehen von der Spenderproblematik verschlechtert Übergewicht vor wie auch nach der Transplantation die Prognose. Sowohl die Raten an Wundheilungsstörungen, wie auch an Fehlfunktionen der transplantierten Herzen sind höher. Abgesehen davon gestaltet sich die postoperative Mobilisation sehr viel aufwändiger und länger. Nicht nur das Übergewicht selbst, auch damit einhergehende Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck führen nicht nur in der Phase unmittelbar nach der Transplantation, sondern auch im Langzeitverlauf zu erheblichen Einschränkungen. So ist das Langzeitüberleben von übergewichtigen Patienten nach einer Herztransplantation niedriger als bei normalgewichtigen Patienten. Übergewicht stellt auch für Patienten, die eine Herzpumpe erhalten, ein besonderes Risiko dar. Man ist zwar in diesem Fall nicht darauf angewiesen, passende Organspender zu finden, allerdings treten auch hier Wundheilungsstörungen, sowohl im Bereich der Operationswunde als auch im Bereich der s.g. driveline („Kabelaustrittsstelle“) gehäuft auf. Abgesehen davon neigen übergewichtige Patienten verstärkt zu Thrombosen. Dies kann zur Bildung von Gerinnseln im Bereich der Pumpe und zu Fehlfunktionen derselbigen führen. Zusätzlich erholen sich normalgewichtige Patienten schneller und besser vom Eingriff und haben auch in diesem Fall erheblich bessere Langzeitprognosen.
 
Aus herzchirurgischer Sicht
 
... ist daher Gewichtsreduktion sowohl vor einer Herztransplantation, bzw. vor einer Herzpumpenimplantation, als auch nach einem solchen Eingriff ein Faktor, der nicht nur die Prognose, sondern auch die Lebensqualität dieser Patienten wesentlich verbessert.
 
 
Dr. Dominik Wiedemann

Abteilung für Herzchirurgie

Medizinische Universität Wien, AKH

Währinger Gürtel 18-20

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